Mit 250 kW bis 2 MW deckt der MaxiMod den Bereich ab, in dem viele Unternehmen ihren tatsächlichen Bedarf haben: deutlich mehr als eine Handvoll Racks, aber weit entfernt von der Größenordnung eines Rechenzentrums-Campus. Genau in diesem Bereich wird der klassische Serverraum-Ausbau unwirtschaftlich, weil Kühlleistung und Anschlussleistung die baulichen Möglichkeiten des Bestandsgebäudes übersteigen.
Anders als der SmartMod ist der MaxiMod kein Standardsystem von der Stange, sondern wird projektbezogen konfiguriert. Kühlkonzept, Redundanzstufe, Stromverteilung und Rack-Layout werden auf die tatsächliche Lastdichte ausgelegt – bei dieser Leistungsklasse ist das kein Luxus, sondern die Voraussetzung für einen effizienten Betrieb.
Für Workloads mit hoher Leistungsdichte, wie sie etwa bei GPU-gestützten Anwendungen entstehen, ist die Auslegung der Kühlung der kritische Punkt. Ein Rack mit 40 kW verhält sich thermisch völlig anders als vier Racks mit je 10 kW – auch wenn die Summe identisch ist.
Wofür der MaxiMod die richtige Wahl ist
- Wenn der Serverraum an die Grenze stößt Bei dieser Leistungsklasse scheitert ein Ausbau im Bestand meist an Kühlleistung, Anschlussleistung oder Statik – nicht an der Fläche.
- Bei hoher Leistungsdichte pro Rack Die Kühlung wird auf die tatsächliche Dichte ausgelegt statt auf einen Durchschnittswert. Das ist bei GPU- und HPC-Workloads der entscheidende Punkt.
- Wenn die Konfiguration passen muss Redundanzstufe, Kühlkonzept und Stromverteilung werden projektbezogen festgelegt, nicht aus einem Katalog gewählt.
- Als Zwischenschritt vor dem Großausbau Der MaxiMod überbrückt die Zeit bis zu einem geplanten Neubau, ohne dass Sie sich heute auf dessen endgültige Dimensionierung festlegen müssen.
Technische Eckdaten
| IT-Leistung | 250 kW – 2 MW |
|---|---|
| Bauweise | Modulare Konstruktion, projektbezogen konfiguriert |
| Klimatisierung | Auf die Lastdichte ausgelegt, redundant verfügbar |
| Stromversorgung | USV, Verteilung und Netzersatzanlage nach Bedarf |
| Brandschutz | Brandfrüherkennung mit Löschanlage |
| Sicherheit | Zutrittskontrolle, Fernüberwachung über Smart Control |
| Netzanbindung | Glasfaser, 5G oder LTE |
| Verfügbarkeit | Projektbezogene Fertigung |
| Bezug | Miete oder Kauf |
Serienmäßige Ausstattung
Diese Komponenten sind in jedem System enthalten – Sie stellen lediglich Stellfläche, Stromanschluss und Netzanbindung.
- Redundant ausgelegte Präzisionsklimatisierung mit umweltfreundlichen Kältemitteln
- Unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV), auf Wunsch mit Netzersatzanlage
- Brandfrüherkennung und Löschanlage
- Zutrittskontrolle und Fernüberwachung über Smart Control
- Netzanbindung per Glasfaser, 5G oder LTE
- Optional: Server-Racks, Verkabelung, PDUs und komplette IT-Hardware
Typische Einsatzszenarien
- Konsolidierung mehrerer gewachsener Serverräume an einem Standort
- Rechenkapazität für Simulation, Auswertung und KI-Workloads
- Kapazitätserweiterung, während ein Neubau geplant oder errichtet wird
- Standorte, an denen der Netzanschluss ausgebaut wird und die Zeit überbrückt werden muss
- Rechenzentrumsbetrieb bei Banken, Versicherungen und Telekommunikationsanbietern
Warum die Lastdichte wichtiger ist als die Gesamtleistung
Bei der Auslegung eines Systems dieser Größe ist nicht die Summe der Kilowatt entscheidend, sondern ihre Verteilung. Zwei Anlagen mit identischer Gesamtleistung können völlig unterschiedliche Kühlkonzepte erfordern, je nachdem, ob sich die Last gleichmäßig über viele Racks verteilt oder sich in wenigen Hochlast-Racks konzentriert.
Konzentrierte Last erzeugt lokale Hotspots, die sich mit reiner Raumkühlung nicht mehr beherrschen lassen. Nötig sind dann gerichtete Luftführung, konsequente Kalt-/Warmgang-Trennung und gegebenenfalls rack-nahe Kühlung. Deshalb fragen wir im Erstgespräch nicht nur nach der Gesamtleistung, sondern nach der Verteilung über die Racks.
MaxiMod-Konfiguration besprechen
Für ein belastbares Angebot brauchen wir IT-Last, Verteilung über die Racks, gewünschte Redundanzstufe und die Standortbedingungen. Den Rest klären wir im Gespräch.
Häufige Fragen
Worin unterscheidet sich der MaxiMod vom SmartMod?
Im Leistungsbereich und im Grad der Individualisierung. Der SmartMod ist ein Standardsystem für 3 kW bis 1 MW und sofort verfügbar. Der MaxiMod deckt 250 kW bis 2 MW ab und wird projektbezogen konfiguriert – Kühlkonzept, Redundanz und Stromverteilung werden auf Ihre Lastdichte ausgelegt.
Eignet sich der MaxiMod für GPU- und KI-Workloads?
Ja, sofern die Kühlung auf die tatsächliche Lastdichte ausgelegt wird. Hochlast-Racks erzeugen lokale Hotspots, die eine gerichtete Luftführung und konsequente Kalt-/Warmgang-Trennung erfordern. Genau deshalb erfassen wir bei der Konfiguration die Verteilung der Last über die Racks, nicht nur die Gesamtleistung.
Wie lange dauert die Lieferung?
Da der MaxiMod projektbezogen gefertigt wird, liegt der Vorlauf über dem eines sofort verfügbaren Standardsystems. Den konkreten Termin nennen wir mit dem Angebot, sobald Leistung, Redundanzstufe und Standortbedingungen feststehen.
Lässt sich ein MaxiMod später erweitern?
Ja. Zusätzliche Kapazität wird über weitere Module ergänzt. Wenn der Bedarf absehbar über 2 MW hinauswächst, ist der MegaMod die passende Ausbaustufe – er ist von Beginn an auf stufenweise Erweiterung ausgelegt.
Ist der MaxiMod auch zur Miete verfügbar?
Ja, beide Modelle sind möglich. Bei absehbarem Bedarf unter etwa zwei Jahren ist die Miete meist wirtschaftlicher, weil kein Kapital gebunden wird und Wartung, Service sowie 24/7-Support enthalten sind. Bei dauerhaftem Bedarf kann der Kauf günstiger sein.