Der PowerMod trennt die Energieversorgung räumlich und technisch von der IT. Untergebracht sind unterbrechungsfreie Stromversorgung, Verteilung und Backup-Systeme in modularem Aufbau – ausgelegt auf maximale Verfügbarkeit der Infrastruktur, die davon abhängt.
Der typische Anlass ist ein Ungleichgewicht: Die IT-Fläche reicht noch, aber die vorhandene USV ist am Ende ihrer Kapazität oder ihrer Lebensdauer. Ein Austausch im laufenden Betrieb ist im Bestandsgebäude oft schwierig, weil Platz, Statik oder Brandschutz nicht mitspielen. Der PowerMod löst das, indem die Energieversorgung nach draußen verlagert wird.
Ebenso häufig wird er in Kombination mit einem MegaMod oder MaxiMod eingesetzt, wenn Rechenkapazität und Energieversorgung als getrennte Ausbaustufen geplant werden – etwa weil die Anschlussleistung erst später verfügbar ist.
Wofür der PowerMod die richtige Wahl ist
- Wenn die USV am Ende ist Kapazitätsgrenze oder Lebensdauerende der bestehenden Anlage, ohne dass im Gebäude Platz für den Ersatz wäre.
- Wenn im Bestand nicht umgebaut werden kann Statik, Brandabschnitte oder fehlende Fläche verhindern häufig den Austausch im laufenden Betrieb. Die Auslagerung nach draußen umgeht das.
- Als eigene Ausbaustufe In Kombination mit MegaMod oder MaxiMod lassen sich Rechenkapazität und Energieversorgung zeitlich entkoppelt planen.
- Wenn Verfügbarkeit alles ist Der modulare Aufbau erlaubt Redundanzstufen, die im gewachsenen Bestand technisch nicht mehr darstellbar sind.
Technische Eckdaten
| Funktion | Unterbrechungsfreie Stromversorgung, Verteilung, Backup |
|---|---|
| Aufbau | Modular, projektbezogen dimensioniert |
| Leistung | Nach Bedarf ausgelegt |
| Redundanz | Auslegung bis N+1 und darüber möglich |
| Einsatz | Eigenständig oder ergänzend zu MegaMod und MaxiMod |
| Sicherheit | Zutrittskontrolle, Fernüberwachung über Smart Control |
| Aufstellung | Außenbereich, keine Nutzfläche im Gebäude erforderlich |
| Verfügbarkeit | Projektbezogene Fertigung |
| Bezug | Miete oder Kauf |
Serienmäßige Ausstattung
Diese Komponenten sind in jedem System enthalten – Sie stellen lediglich Stellfläche, Stromanschluss und Netzanbindung.
- Redundant ausgelegte Präzisionsklimatisierung mit umweltfreundlichen Kältemitteln
- Unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV), auf Wunsch mit Netzersatzanlage
- Brandfrüherkennung und Löschanlage
- Zutrittskontrolle und Fernüberwachung über Smart Control
- Netzanbindung per Glasfaser, 5G oder LTE
- Optional: Server-Racks, Verkabelung, PDUs und komplette IT-Hardware
Typische Einsatzszenarien
- Ersatz einer USV-Anlage am Ende ihrer Lebensdauer, ohne Umbau im Gebäude
- Erhöhung der Redundanzstufe in einem bestehenden Rechenzentrum
- Energieversorgung als separate Ausbaustufe eines MegaMod-Projekts
- Überbrückung, bis eine erweiterte Anschlussleistung verfügbar ist
- Absicherung kritischer Produktions- und Leitsysteme außerhalb der IT
Warum die Energieversorgung nach draußen gehört
In gewachsenen Rechenzentren steht die USV meist dort, wo bei der ursprünglichen Planung Platz war – häufig direkt neben der IT-Fläche. Das war lange unproblematisch, wird aber zum Hindernis, sobald Kapazität erweitert oder Technik ersetzt werden soll: Jeder Eingriff findet im laufenden Betrieb und in unmittelbarer Nähe der produktiven Systeme statt.
Die Verlagerung in ein eigenes Modul im Außenbereich entkoppelt beides. Wartung, Erweiterung und Austausch der Energieversorgung berühren die IT-Fläche nicht mehr. Zusätzlich entsteht im Gebäude Fläche, die sich für IT-Kapazität nutzen lässt, statt für Batterien und Schaltanlagen belegt zu sein.
Energieversorgung prüfen lassen
Schildern Sie uns Ihre aktuelle Situation – vorhandene USV, benötigte Leistung, Redundanzanforderung. Wir sagen Ihnen, ob ein PowerMod die passende Lösung ist.
Häufige Fragen
Ist der PowerMod ein Rechenzentrum?
Nein. Der PowerMod enthält ausschließlich die Energieversorgung: USV, Verteilung und Backup-Systeme. Er wird entweder eigenständig für ein bestehendes Rechenzentrum eingesetzt oder ergänzend zu einem MegaMod oder MaxiMod, in dem die IT untergebracht ist.
Kann der PowerMod ein bestehendes Rechenzentrum versorgen?
Ja, das ist einer der häufigsten Anwendungsfälle. Wenn die vorhandene USV ihre Kapazitätsgrenze oder ihr Lebensdauerende erreicht hat und im Gebäude kein Platz für den Ersatz ist, wird die Energieversorgung in ein eigenes Modul im Außenbereich verlagert.
Welche Redundanzstufen sind möglich?
Der modulare Aufbau erlaubt Auslegungen bis N+1 und darüber. Welche Stufe sinnvoll ist, hängt davon ab, was ein Ausfall in Ihrem Betrieb kostet – das klären wir vor der Konfiguration.
Ersetzt der PowerMod eine Netzersatzanlage?
Nein, beides erfüllt unterschiedliche Aufgaben. Die USV überbrückt kurze Unterbrechungen unterbrechungsfrei, eine Netzersatzanlage sichert längere Ausfälle ab. Beide lassen sich kombinieren und werden gemeinsam ausgelegt.
Wo wird der PowerMod aufgestellt?
Im Außenbereich, auf einer tragfähigen Stellfläche mit Zufahrt für Lkw und Kran. Im Gebäude wird dadurch Fläche frei, die bislang für Batterien und Schaltanlagen belegt war.