Der TimberMod ersetzt die Stahlkonstruktion herkömmlicher Module durch Massivholz. Innen bleibt alles beim Bewährten: dieselbe Präzisionsklimatisierung, dieselbe USV, derselbe Brandschutz und dieselbe Zutrittskontrolle wie in der Stahlvariante. Der Unterschied liegt vollständig in der Konstruktion – und damit in der Bilanz.
Der Hebel ist die graue Energie. Die Herstellung von Stahl ist außerordentlich energieintensiv, während Massivholz während des Wachstums Kohlenstoff bindet und diesen über die gesamte Nutzungsdauer des Gebäudes speichert. Für Unternehmen, die nach CSRD berichten oder eigene Reduktionsziele verfolgen, verschiebt das die Bewertung eines Infrastrukturprojekts spürbar.
Der Leistungsbereich entspricht dem des SmartMod und reicht von 3 kW für Edge-Installationen bis 1 MW. Die Entscheidung zwischen beiden Modellen ist deshalb keine technische, sondern eine strategische.
Wofür der TimberMod die richtige Wahl ist
- Bei verbindlichen Klimazielen Wenn Reduktionsziele intern festgeschrieben sind oder extern berichtet werden, liefert die Holzbauweise einen messbaren Beitrag statt einer Absichtserklärung.
- Bei Berichtspflichten nach CSRD Die Bauweise wirkt auf Scope-3-Emissionen und lässt sich in der Nachhaltigkeitsberichterstattung konkret ausweisen.
- Bei Ausschreibungen mit Nachhaltigkeitskriterien In öffentlichen und zunehmend auch privatwirtschaftlichen Vergaben fließen Umweltkriterien in die Bewertung ein – hier ist die Bauweise ein direkter Wertungsvorteil.
- Wenn Technik nicht leiden darf Innen ist der TimberMod ein vollwertiges Rechenzentrum. Nachhaltigkeit wird nicht gegen Verfügbarkeit oder Sicherheit eingetauscht.
Technische Eckdaten
| IT-Leistung | 3 kW – 1 MW, je nach Ausbaustufe |
|---|---|
| Bauweise | Tragende Struktur aus Massivholz statt Stahl |
| Klimatisierung | Redundant ausgelegte Präzisionskühlung |
| Stromversorgung | USV integriert, Netzersatzanlage optional |
| Brandschutz | Brandfrüherkennung mit Löschanlage |
| Sicherheit | Zutrittskontrolle, Fernüberwachung über Smart Control |
| Netzanbindung | Glasfaser, 5G oder LTE |
| Verfügbarkeit | Projektbezogene Fertigung |
| Bezug | Miete oder Kauf |
Serienmäßige Ausstattung
Diese Komponenten sind in jedem System enthalten – Sie stellen lediglich Stellfläche, Stromanschluss und Netzanbindung.
- Redundant ausgelegte Präzisionsklimatisierung mit umweltfreundlichen Kältemitteln
- Unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV), auf Wunsch mit Netzersatzanlage
- Brandfrüherkennung und Löschanlage
- Zutrittskontrolle und Fernüberwachung über Smart Control
- Netzanbindung per Glasfaser, 5G oder LTE
- Optional: Server-Racks, Verkabelung, PDUs und komplette IT-Hardware
Typische Einsatzszenarien
- Erweiterung der Rechenzentrumskapazität bei laufendem Reduktionsprogramm
- Ersatz für einen Serverraum, dessen Betrieb energetisch nicht mehr vertretbar ist
- Edge-Standorte bei Unternehmen mit durchgängiger Nachhaltigkeitsstrategie
- Projekte in Kommunen und öffentlichen Einrichtungen mit Umweltvorgaben
- Standorte, an denen die Außenwirkung des Gebäudes eine Rolle spielt
Was Holz beim Brandschutz bedeutet
Der häufigste Einwand betrifft den Brandschutz – und er beruht auf einem Missverständnis. Massivholz verhält sich im Brandfall berechenbar: Es bildet eine Kohleschicht, die den Querschnitt darunter schützt, und verliert seine Tragfähigkeit dadurch langsam und vorhersehbar. Stahl dagegen verliert seine Festigkeit bei hohen Temperaturen vergleichsweise abrupt.
Unabhängig davon ist der Brandschutz im TimberMod derselbe wie in jedem anderen Modul: Brandfrüherkennung und Löschanlage sind ab Werk integriert und darauf ausgelegt, einen Brand zu erkennen und zu unterdrücken, lange bevor die Konstruktion überhaupt betroffen wäre.
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Häufige Fragen
Ist ein Rechenzentrum aus Holz brandsicher?
Ja. Brandfrüherkennung und Löschanlage sind identisch zu den Stahlvarianten ab Werk integriert. Massivholz verhält sich im Brandfall zudem berechenbar: Es bildet eine schützende Kohleschicht und verliert seine Tragfähigkeit langsamer und vorhersehbarer als Stahl bei hohen Temperaturen.
Unterscheidet sich die Technik vom SmartMod?
Nein. Klimatisierung, USV, Brandschutz, Zutrittskontrolle und Fernüberwachung sind identisch. Der Unterschied liegt ausschließlich in der tragenden Konstruktion und damit in der CO₂-Bilanz des Systems.
Wie wirkt sich die Holzbauweise auf die Nachhaltigkeitsberichterstattung aus?
Die Bauweise reduziert die graue Energie des Systems, weil die energieintensive Stahlherstellung entfällt und Holz während des Wachstums Kohlenstoff bindet. Für Unternehmen mit Berichtspflichten nach CSRD lässt sich das im Rahmen der Scope-3-Betrachtung konkret ausweisen.
Ist der TimberMod für den Außenbereich geeignet?
Ja. Die Konstruktion ist für die dauerhafte Aufstellung im Freien ausgelegt, einschließlich Witterungsschutz. Die Anforderungen an Stellfläche und Zufahrt entsprechen denen der übrigen Module.
Gibt es Einschränkungen bei der Leistung?
Nein. Der Leistungsbereich entspricht mit 3 kW bis 1 MW dem des SmartMod. Die Entscheidung zwischen beiden Modellen ist keine technische, sondern eine strategische.