Der MegaMod ist die Antwort auf ein strukturelles Problem: Kapazitätsbedarf im Megawattbereich entsteht schneller, als sich ein Rechenzentrum bauen lässt. Zwischen Bedarfsermittlung und Inbetriebnahme eines Neubaus liegen regelmäßig mehrere Jahre – Zeit, in der sich die Anforderungen erfahrungsgemäß mehrfach ändern.
Die modulare Lösung dreht die Reihenfolge um. Statt die Endausbaustufe vorab zu planen und vollständig zu errichten, beginnen Sie mit der heute benötigten Kapazität ab etwa 0,5 MW und erweitern in Stufen, wenn die Last tatsächlich wächst. Das Kapital wird erst gebunden, wenn die Kapazität auch genutzt wird.
Eingesetzt wird der MegaMod dort, wo Rechenleistung Kerngeschäft ist: bei Banken und Versicherungen, im Rundfunk, bei Telekommunikationsanbietern, im Handel sowie in der Öl- und Gasindustrie.
Wofür der MegaMod die richtige Wahl ist
- Wenn die Bauzeit das Problem ist Die Kapazität steht in einem Bruchteil der Zeit bereit, die ein Neubauprojekt bis zur Inbetriebnahme benötigt.
- Wenn die Endausbaustufe offen ist Sie legen sich nicht auf eine Zielgröße fest, die in drei Jahren womöglich nicht mehr passt, sondern erweitern entlang des tatsächlichen Bedarfs.
- Wenn Kapital nicht vorab gebunden werden soll Investiert wird pro Ausbaustufe, nicht für die vollständige Endkapazität im Voraus.
- Wenn Rechenleistung das Geschäft ist Für Branchen, in denen Verfügbarkeit unmittelbar auf den Umsatz durchschlägt, ist eine ausfallsichere Auslegung von Beginn an vorgesehen.
Technische Eckdaten
| IT-Leistung | 100 kW – 10 MW, ab 0,5 MW in Ausbaustufen |
|---|---|
| Bauweise | Modularer Aufbau, stufenweise erweiterbar |
| Klimatisierung | Auf die Ausbaustufe ausgelegt, redundant verfügbar |
| Stromversorgung | Eigene Energieversorgung, ergänzbar durch PowerMod |
| Brandschutz | Brandfrüherkennung mit Löschanlage |
| Sicherheit | Zutrittskontrolle, Fernüberwachung über Smart Control |
| Netzanbindung | Glasfaser, 5G oder LTE |
| Verfügbarkeit | Projektbezogene Fertigung |
| Bezug | Miete oder Kauf |
Das Modul in 3D erkunden
Serienmäßige Ausstattung
Diese Komponenten sind in jedem System enthalten – Sie stellen lediglich Stellfläche, Stromanschluss und Netzanbindung.
- Redundant ausgelegte Präzisionsklimatisierung mit umweltfreundlichen Kältemitteln
- Unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV), auf Wunsch mit Netzersatzanlage
- Brandfrüherkennung und Löschanlage
- Zutrittskontrolle und Fernüberwachung über Smart Control
- Netzanbindung per Glasfaser, 5G oder LTE
- Optional: Server-Racks, Verkabelung, PDUs und komplette IT-Hardware
Typische Einsatzszenarien
- Aufbau eines neuen Rechenzentrumsstandorts ohne mehrjährige Bauzeit
- Kapazitätserweiterung bei Banken, Versicherungen und Telekommunikationsanbietern
- Rechenzentren für Rundfunk und Medienproduktion
- Infrastruktur für Handel und Logistik mit stark wachsendem Datenaufkommen
- Standorte der Öl- und Gasindustrie mit hohen Anforderungen an Ausfallsicherheit
Der eigentliche Engpass liegt beim Netzanschluss
Bei Projekten dieser Größenordnung ist selten die Fertigung der zeitkritische Pfad, sondern die Stromversorgung. Eine Anschlussleistung im Megawattbereich erfordert die Einbindung des Netzbetreibers, und die Vorlaufzeiten dafür liegen je nach Region und Netzsituation im Bereich von Monaten bis Jahren.
Deshalb gehört diese Frage an den Anfang jedes Projekts, nicht ans Ende. In vielen Fällen lohnt es sich, die ersten Ausbaustufen so zu dimensionieren, dass sie mit der heute verfügbaren Anschlussleistung betrieben werden können, und die Erweiterung an den Netzausbau zu koppeln. Für die Übergangszeit lässt sich die Versorgung über einen PowerMod oder eine Netzersatzanlage sicherstellen.
MegaMod-Projekt durchsprechen
Bei Projekten dieser Größe beginnt die Beratung bei der verfügbaren Anschlussleistung und dem Zeitrahmen. Melden Sie sich – wir klären die Machbarkeit, bevor es um Konfiguration geht.
Häufige Fragen
Ab welcher Größe ist ein MegaMod sinnvoll?
Der Einstieg liegt bei etwa 0,5 MW, erweiterbar in Ausbaustufen bis 10 MW. Darunter ist in der Regel ein MaxiMod die wirtschaftlichere Wahl, der den Bereich von 250 kW bis 2 MW abdeckt.
Wie funktioniert die stufenweise Erweiterung?
Sie beginnen mit der heute benötigten Kapazität und ergänzen weitere Module, wenn die Last tatsächlich wächst. Der Vorteil gegenüber einem Neubau: Sie müssen die Endausbaustufe nicht vorab festlegen, und Kapital wird erst gebunden, wenn die Kapazität genutzt wird.
Was ist der längste Vorlauf im Projekt?
In aller Regel der Netzanschluss. Anschlussleistungen im Megawattbereich erfordern die Einbindung des Netzbetreibers, mit Vorlaufzeiten von Monaten bis Jahren. Diese Frage sollte deshalb ganz am Anfang des Projekts geklärt werden, nicht am Ende.
Kann der MegaMod betrieben werden, bevor der Netzausbau fertig ist?
Ja. Für die Übergangszeit lässt sich die Versorgung über einen PowerMod oder eine Netzersatzanlage sicherstellen. Häufig werden die ersten Ausbaustufen bewusst so dimensioniert, dass sie mit der bereits verfügbaren Anschlussleistung laufen.
Ist eine Anlage dieser Größe auch mietbar?
Ja, wir bieten beide Modelle an. Bei dauerhaftem Bedarf über mehrere Jahre spricht meist mehr für den Kauf – wegen Abschreibung und voller Kontrolle über die Infrastruktur. Für Übergangs- und Projektlösungen ist die Miete oft die passendere Wahl.